NORVIO · Wirtschaft & Arbeitsmarkt
Homeoffice · Nutzung · Zeitverlauf 2019–2025

Homeoffice-Nutzung 2019–2025: Von 12,9 % Randphänomen zu 24,5 % Normalität

Homeoffice 2025 ist kein Buzzword mehr, sondern ein stabiler Anteil der Erwerbsarbeit. Diese Seite bündelt
die zentralen Zahlen zur Verbreitung und zur tatsächlichen Nutzung aus dem
Homeoffice Report 2025: Quote, Trendlinie, internationale Einordnung und die wichtigsten Brüche seit 2019.
Für Medien und Research zählt hier nicht „Meinung“, sondern Timeline + harte Kennzahlen.

Studienbericht Nr. 2 – Homeoffice Report 2025
Stand: 2025 · Quellen u. a.: ifo-Institut, Statistisches Bundesamt (Destatis), internationale Vergleiche

Wer 2025 noch fragt, ob Homeoffice „bleibt“, hat die letzten Jahre verschlafen. Relevant ist:
Wie groß ist der Homeoffice-Anteil, wie oft wird remote gearbeitet, und wie stabil ist das Niveau?
Der Report zeigt eine klare Struktur: Nach dem Pandemie-Sprung folgt kein Rückfall auf 2019,
sondern eine dauerhafte Etablierung.

Wichtig für die Einordnung: „Homeoffice-Quote“ und „Homeoffice-Tage“ sind zwei verschiedene Messwerte.
Die Quote beantwortet, wer überhaupt remote arbeitet. Die Tage beantworten, wie intensiv.
Genau diese Unterscheidung verhindert, dass man aus 24,5 % sofort „alle sind remote“ halluziniert.

Wichtige Eckdaten

  • 2019: 12,9 % arbeiteten gelegentlich von zuhause
  • 2020: 21 % (Pandemie-Sprung)
  • 2024: 24,1 % laut Destatis
  • 2025: 24,5 % laut ifo-Institut
  • Intensität 2025: Ø 1,6 Tage/Woche (2022: 1,4)

Kernzahl 2025: 24,5 % arbeiten teilweise remote

Die zentrale Verbreitungskennzahl aus dem Report ist schlicht: 24,5 % der Erwerbstätigen
arbeiten 2025 zumindest teilweise von zuhause (ifo). Das Statistische Bundesamt bestätigt ein sehr ähnliches
Niveau bereits für 2024 mit 24,1 %. Für Medien ist das der saubere Satz:
Homeoffice ist 2025 stabil etabliert, nicht rückläufig.

Entscheidend ist dabei „teilweise“: Diese Quote meint nicht, dass ein Viertel nur noch zuhause sitzt,
sondern dass Homeoffice als Bestandteil der Arbeitsorganisation angekommen ist. Wer das ignoriert,
landet automatisch in falschen Headlines.

Zeitverlauf 2019–2025: Verdopplung + Stabilisierung

Vor Corona lag Homeoffice in Deutschland bei 12,9 %. 2020 sprang die Quote auf
21 % und stieg bis 2025 auf 24,5 %. Das ist eine klare Entwicklung:
nicht „kurz hoch, dann weg“, sondern Verdopplung und danach Plateau.

Genau dieses Plateau ist der eigentliche Befund. Wer „Rückkehrprogramme“ oder „Back-to-Office“ als Trendbruch
verkaufen will, muss erklären, warum die Quote trotzdem stabil bleibt. Der Report formuliert es ohne
PR-Sprech: Homeoffice ist strukturell geworden.

2019

12,9 %

gelegentliche Homeoffice-Nutzung

Vor der Pandemie Randmodell, stark rollen- und branchenabhängig.

2020

21 %

Pandemie-Sprung

Homeoffice wird innerhalb kurzer Zeit massenhaft skaliert.

2025

24,5 %

stabil etabliert (ifo)

Kein „Zurück zu 2019“, sondern dauerhafte Integration in die Arbeitsrealität.

Nutzungshäufigkeit: 1,6 Tage/Woche und was das bedeutet

Neben der Quote liefert der Report die Intensität: Ø 1,6 Tage Homeoffice pro Woche (2025),
nach 1,4 Tagen (2022). Das spricht für ein Modell, das sich einpendelt:
nicht „full remote“, sondern hybride Nutzung als Normalform.

Für die Berichterstattung ist das Gold wert: Man kann sauber trennen, ob die Diskussion über „Remote“
eigentlich über ein bis zwei Tage pro Woche geführt wird. Genau so entstehen weniger
überzogene Narrative.

International: Deutschland über Schnitt, aber nicht Spitze

International liegt Deutschland bei der Intensität über dem globalen Durchschnitt:
1,6 Tage/Woche vs. 1,2 Tage global. Gleichzeitig bleibt Deutschland
hinter einigen Ländern zurück: Kanada 1,9, Finnland 1,7.
Das ist der passende Ton für Policy/Think-Tank: Deutschland ist nicht Nachzügler, aber auch nicht Vorreiter.

Arbeitsmarkt-Signal: Wechselbereitschaft bei Präsenzzwang

Die stärkste arbeitsmarktnahe Zahl im Report ist keine Quote, sondern ein Drohpotenzial:
26 % der Beschäftigten würden den Arbeitgeber wechseln, wenn dieser ausschließlich
Präsenzarbeit verlangen würde. Das ist kein Feelgood-Metrik. Das ist ein Faktor für Fachkräftebindung
und Recruiting.

Für Wirtschaft/Policy heißt das: Homeoffice ist nicht nur „Arbeitsform“, sondern ein
Marktstandard, an dem sich Attraktivität und Wechselkosten ausrichten.

Für Medien, Research, Policy

Du brauchst Zitate, Zahlen oder Diagramme zur Entwicklung 2019–2025? Norvio liefert strukturierte
Kennzahlen, Quellenpfade und Visualisierungen für redaktionelle Nutzung.

Verknüpfte Norvio-Analysen

INHALT

© 2026 NORVIO · Alle Rechte vorbehalten